Kaffe und lernen

Ich muss Literatur lessen und dabei ist Livecam Sex viel interessanter und Livecam Sex reizt mehr als das Buch mit der Erotik von Schnitzler. Der Reigen schafft einen Überblick über die Gesellschaft, welche streng nach ihren Konventionen handelt. Eine Ausnahme bildet ausgerechnet die Dirne in der ersten sowie letzten Szene. Sie bricht aus dem Zusammenhang von Mittel und Zweck aus. Zuerst verlangt sie kein Geld vom Soldaten, anschliessend macht dessen brutales Verhalten sie zur Hure, indem sie ihre zärtliche und liebevolle Art sich zu Artikulieren ("Komm mein schöner Engel." ) in Hurensprache umwandelt und den Soldaten als "Strizzi! Fallot!" beschimpft. Im Reigen geht es dem Autor nicht um einfaches Befriedigen der Lust, denn er versucht mit diesem Werk gesellschaftliche sowie psychische Konflikte zu publizieren. Berühmt wurde der Einakterzyklus durch die Unruhen, die um seine Aufführungen in Wien und Berlin in 1920 und 1921 gemacht wurden. Bereits gegen Ende 1918 beauftragte Schnitzler Max Reinhardt den Reigen aufzuführen, dieser verweigerte es aber. Im April 1919 gab er letztendlich nach, leitete diesen Auftrag an Josef Hubert Reusch weiter. Die Uraufführung fand am 23. Dezember 1920, trotz des am Vortag in Kraft gesetzten Verbots, statt.